Amüsante Retroperspektive
Ein Rückblick auf die Zukunftsforschung vor 20 Jahren

Wenn wir zurückschauen auf Zukunftsprognosen erleben wir immer wieder amüsante Momente. So sagte bspw. ein Staubsaugerhersteller den Betrieb von Haushaltshelfern durch Atomkraft voraus.
In den 1910er Jahren stellten sich die Leute die 2000er mit einer neuen himmlischen Verkehrsstruktur vor- skizzierten jedoch die Bewohner der Zukunftsstadt in damals üblicher Mode und mit typischen Frisuren für die Zeit.

„Das Internet wird kein Massenmedium“

Vor exakt 20 Jahren, im März 2001, sagte Matthias Horx, seinerzeit Zukunftsforscher und Publizist, voraus, dass das Internet zukünftig nicht von den Massen genutzt werde.  Im Artikel des „Standard“ begründete er dies damit, dass es zu komplex sei und im Vergleich zu Telefon und Radio zu viele Knöpfe zu bedienen gebe. Die Studie „Die Zukunft des Internets“ sehe vorher, dass dem Internet keine Breitennutzung zukommen werde. Damals lag die durchschnittliche Nutzung bei 10 Tagen pro Monat.
Die wohl bekannteste Fehlvorhersage bezüglich des WorldWideWeb kommt allerdings wohl von niemand geringerem als Bill Gates selbst:
1993 soll er in einer Konferenz mit seinem Team die Aussage „Das Internet ist nur ein Hype“ getroffen haben. Daraufhin verordnete er den Mitarbeitern, sich um relevantere Dinge zu kümmern.

User-Vorhersage

Vorhergesagt wurde außerdem eine hauptsächliche Nutzung durch Akademiker, Selbstständige und hoch Gebildete mit gutem Einkommen. Die Zukunftsforscher sahen nämlich eine Überforderung der breiten Masse durch die Technik und die Informationsflut – rückblickend ist dies möglicherweise nicht zu verneinen, wirkt sich dennoch in keinster Weise auf die hoch frequentierte Nutzung aus. Schmunzelnd blicken wir zurück auf folgende Feststellung:
2001 empfanden die Forscher es offensichtlich für unabdingbar, hervorzuheben, dass 30% der Internetnutzer Frauen seien.

Online-Handel

Auch das Scheitern des Onlinehandels sagte der Gründer des Hamburger „Zukunftsinstituts“ voraus. Der E-Commerce werde an der Logistik scheitern, solle jede im Internet gekaufte Ware an die Haustür des Bestellers geliefert werden.
Besonders das vergangene Jahr lehrte uns das Gegenteil:
Der Onlinehandel wuchs um 20% und knackte somit erstmals die 80 Milliarden Euro Marke und die Versanddienstleister wuppten auch diesen Bedarf.

Das Internet der Zukunft

Dass das Internet inzwischen für die Gesamtwirtschaft, als auch für steuerrechtliche Belange, amtliche  Vorgänge oder einfach zur Unterhaltung unabdingbar ist, steht fest.
Wohin der Weg führt, kann keiner vorhersagen.
Sicher ist nur eins: Das Internet ist ein lebender Organismus, der sich täglich anpasst, weiterentwickelt und für immer andere Zwecke neu erfunden wird. Ob wir in Zukunft auch ohne Devices ständig verbunden sein werden oder dem Internet gewisse Schranken vorlegen, bleibt offen. Wichtig ist nur nach wie vor, die Entwicklungen mit zu verfolgen und bewusst zu entscheiden, welche Schritte man gemeinsam mit dem WorldWideWeb geht.

 

Quellen:
https://www.derstandard.at/story/496477/internet-wird-kein-massenmedium
https://www.finanzen.net/top_ranking/top_ranking_detail.asp?inRanking=1251&inPos=4

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